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Unternehmen vernachlässigen Soziale Netzwerke für Geschäftskontakte

Immer mehr Menschen nutzen immer mehr soziale Netzwerke – doch viele Unternehmen werden dort nach wie vor kaum wahrgenommen. Dadurch verschenken sie Potenzial, Neukunden zu gewinnen und mit Bestandskunden im Gespräch zu bleiben.

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                                                          Foto: Greg Bulla / Unsplash

Millionen von Menschen nutzen Facebook, YouTube & Co.

Soziale Netzwerke bündeln einen großen Teil des Online-Traffics und besitzen deshalb immenses Marketing-Potenzial. Nach aktuellen Zahlen des Jahres 2020 haben Nutzer durchschnittlich 876 Stunden oder 36,5 Tage auf Social-Media-Plattformen verbracht. Facebook-Nutzer liegen mit 231 Stunden auf der Plattform nur auf Platz 2, TikTok-User sind mit 274 Stunden mittlerweile die Spitzenreiter. Snapchat (183), Instagram (170) und YouTube (67) folgen auf den hinteren Rängen. Für Werbetreibende zudem interessant: Im Durchschnitt riefen Facebook-User 96 Facebook-Ads im Jahr 2020 auf (Quelle: Hootsuite).

Und die Bedeutung von sozialen Netzwerken wächst weiter. Dabei fungieren diese Plattformen nicht nur für die zwischenmenschliche Interaktion, sondern werden auch als Informationsquellen genutzt. Die Frage, ob Social Media für die B2B-Branche sinnvoll ist, stellt sich somit nicht mehr – und Unternehmen sollten sich um die Bedeutung ihrer Kommunikation über die sozialen Medien für Neukundengewinnung, Recruiting und Leadgenerierung im Klaren sein. Umso erstaunlicher, dass viele Unternehmen nach wie vor wenig oder gar keine Präsenz auf diesen Kanälen zeigen.

Deutsche B2B-Unternehmen sind besonders zurückhaltend

Deutsche B2B-Firmen haben im Vergleich zu ihren internationalen Wettbewerbern noch deutlichen Nachholbedarf in Sachen Social Media. Frappierend ist dieser Unterschied bei Facebook: Fast ein Drittel der deutschen Unternehmen aus dem B2B-Segment nutzt den Kanal bisher nicht (Arbeitskreis Social Media B2B), weltweit sind das nur neun Prozent (Statista). Und bei Instagram ist die Diskrepanz noch höher: Fast zwei Drittel der deutschen B2B-Unternehmen verzichten auf ein Engagement, weltweit ist das lediglich ein knappes Drittel. Dabei ist Instagram gerade als Recruiting-Plattform von Bedeutung, denn Nachwuchstalente sind hier besonders aktiv. Immerhin: Fast 96 Prozent der deutschen Unternehmen aus dem Geschäftskundenbereich nutzen irgendeine Form von Sozialen Medien.

Das Berufsnetzwerk LinkedIn hat sich hierzulande noch am besten etabliert: 71 Prozent der deutschen B2B-Unternehmen sind auf diesem Kanal aktiv. Selbst CEOs positionieren sich auf dieser Plattform und sorgen durch ihre Präsenz im Zusammenspiel mit den unternehmenseigenen Kanälen für Synergien, die helfen, B2B-Unternehmen erlebbar zu machen.
 

Studie: Kunden wünschen sich Informationen zu Produkten in Sozialen Medien

Die Gelben Seiten haben im Mai 2020 eine repräsentative Umfrage veröffentlicht, die aufzeigt, dass potenzielle Kunden in sozialen Medien konkret nach Informationen zu Unternehmen suchen. Mehr als die Hälfte schaut nach Angeboten und Produkten, knapp die Hälfte der Befragten will die Öffnungszeiten herausfinden. Und auch neue Produkte und Services (45 Prozent) sowie Rabattaktionen (34 Prozent) sind in sozialen Medien von erheblichem Interesse.

Doch auch in dieser Untersuchung zeigt sich, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in sozialen Netzwerken keine große Rolle spielen. Über 40 Prozent der Verbraucher nehmen diese Firmen entweder gar nicht oder nur gering wahr. Auch wenn sich an dieser Umfrage ebenso B2C-Unternehmen beteiligten, ist nicht davon auszugehen, dass die separierten Werte des Geschäftskundenbereichs stark vom Gesamtergebnis abweichen.

„Gerade für jüngere Generationen sind Soziale Netzwerke der Ort, an dem sie zuerst nach aktuellen Informationen und Neuigkeiten suchen. Diese Entwicklung sollten KMU unbedingt in ihrer Strategie berücksichtigen und sich zeitnah Unterstützung suchen. Wer jetzt auf den entsprechenden Plattformen aktiv ist, steht Verbrauchern als zuverlässiger und vertrauensvoller Partner zur Seite, wenn es darauf ankommt“, sagt Dr. Uwe Breier, Geschäftsführer der Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft.

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