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Bing Ads für B2B-Unternehmen: Alternative zu Google Ads?

Google hat in Deutschland einen gigantischen Marktanteil von knapp 95 Prozent. Doch gerade im B2B-Bereich sollten Marketer auch Microsofts Suchmaschine Bing im Blick haben. 97 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen aktuell Microsofts Windows als Betriebssystem. Und dort ist Bing bereits im Browser Edge vorinstalliert. Ist Bing Ads eine Alternative zu Google Ads?

Die Machtverhältnisse zwischen Google und Bing

Google bleibt unangefochtener Marktführer bei den Suchmaschinen. Seit 1997 online, ist Google heute die meistbesuchte Website der Welt und bearbeitet täglich mehr als drei Milliarden Suchanfragen. Bing hingegen ist relativ jung – die Suchmaschine von Microsoft ging erst 2009 online.

Die Machtverhältnisse zwischen Google und Bing sind klar verteilt: Im März 2019 entfielen rund 88,5 Prozent der Suchanfragen über Desktop-PCs weltweit auf Google (Quelle: Statista). Mit großem Abstand folgt Bing auf Platz zwei mit einem weltweiten Marktanteil von 2,73 Prozent. 

Vor allem mobil hat Google die Nase vorn

Über 97 Prozent der europäischen Smartphone-Besitzer nutzen Google bei der mobilen Suche (April 2019). Bing kommt hier nur auf einen Anteil von rund 0,36 Prozent. Da die mobile Nutzung des Internets stetig zunimmt, spricht aktuell alles für Google.

Dennoch wäre es falsch, Bing zu unterschätzen: In Europa kommt Bing in Sachen Desktop-Nutzung auf einen Anteil von immerhin knapp fünf Prozent, Deutschland liegt mit rund 5,5 Prozent etwas über dem europäischen Durchschnitt. Aber auch das Vereinigte Königreich (knapp 10 Prozent) und Frankreich (ca. 5,5 Prozent) können Zahlen vorweisen, die Unternehmen nicht ignorieren sollten. In den USA beträgt der Marktanteil sogar knapp 11 Prozent.

Wie funktioniert Bing Ads?

Microsoft ermöglicht es Werbetreibenden mit Bing Ads (oder Microsoft Advertising, wie es seit Ende April 2019 offiziell heißt), Onlinewerbung über das Netzwerk der Suchmaschinen Bing, Yahoo und MSN zu schalten. Die Funktionsweise von Bing Ads gleicht dem System von Google Ads: Der Kunde bezahlt pro Klick auf seine Anzeige.

Herzstück der Bing-Ads-Kampagnen ist der Editor. Ähnlich wie der Google Ads Editor ermöglicht dieser die Verwaltung von Keywords und Kampagnen. Während bei Google die Optimierung der Google Ads allerdings meist online vorgenommen wird, bietet Microsoft für die Bing Ads ein zusätzliches Desktop-Tool an. Windows-Nutzer sollen durch die gewohnte Benutzeroberfläche besonders einfach damit umgehen können.

Bing Ads: Vorteile gegenüber Google Ads im B2B-Bereich

Interessant sind Bing Ads vor allem aus zwei Gründen.

  • Bing hat eine andere Zielgruppe als Google. Der typische Bing-User ist zwischen 35 und 54 Jahre alt und bezieht ein mittleres bis hohes Einkommen. 23 Prozent der deutschen Bing-Nutzer zählen sogar zu den Top-Verdienern, während dieser Anteil bei Google nur 19 Prozent beträgt.
  • Die Klickpreise für Microsoft Advertising liegen zum Teil weit unter denen für Google Ads. Beim Onlineshopping liegt der durchschnittliche Cost-per-Click (CPC) bei mobilen Ads auf Bing bei 0,15 Euro. Google ruft beinahe das Doppelte auf (0,29 Euro). Auch bei Desktop-Anzeigen ist der Unterschied beachtlich: Bing mit 0,23 Euro gegenüber Google mit 0,31 Euro (Stand: April 2019).

Bings Ads bieten einen weiteren Vorteil – gerade für Unternehmen aus dem B2B-Bereich: Als hauseigenes Microsoft-Produkt ist Bing auf den meisten Desktop-PCs als Standard-Suchmaschine im Browser vorinstalliert. Seit Windows 10 lässt sich Bing sogar direkt über die Suchfunktion aufrufen. Werbetreibende, die Bing Ads nutzen, erreichen so ganz gezielt B2B-Nutzer an ihrem Arbeitsplatz.

Fazit

Microsoft Advertising stellt keine hundertprozentige Alternative zu Google Ads da – dafür hat Google eine zu hohe Reichweite. Bing ganz außer Acht zu lassen, wäre allerdings verschwendetes Potenzial. Durch das weit verbreitete Microsoft-Betriebssystem Windows und die günstigen Costs-per-Click sollten vor allem B2B-Unternehmen den Kanal Bing Ads in ihr Suchmaschinen-Marketing integrieren.

 

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