PRESSEMITTEILUNG
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Politische Hilfsmaßnahmen unter der Lupe: Mittelstandsumfrage: Licht und Schatten bei den Entlastungspaketen

Gerade kleine Unternehmen beklagen ausbleibende Hilfen oder geringe Wirksamkeit
 
- Mangelnde Zielgenauigkeit, bürokratische Hürden als Hauptkritikpunkte

Hamburg, 25. Mai 2023 – Hohe Inflation und stark gestiegene Energiepreise in Folge des Ukraine-Kriegs setzen mittelständischen Unternehmen besonders stark zu. Mit nationalen und EU-weit getroffenen Hilfsmaßnahmen sollen die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen abgefedert werden. Doch wie bewerten deutsche und andere europäische KMU die Wirksamkeit von Strom- und Gaspreisbremse, Krediten, Bürgschaften und Co? Das Meinungsforschungsinstitut YouGov fragte im Auftrag des B2B-Plattformbetreibers Visable nach. Es gibt viel Luft nach oben, so das Ergebnis. Zudem zeigt es die Schwachstellen auf.

Der Betreiber der beiden europaweit führenden Online-B2B-Plattformen wlw und europages wollte wissen, ob und wie KMU von den staatlichen Hilfsmaßnahmen profitieren. Nur ungefähr jeder zehnte der 500 in Deutschland Befragten bescheinigt den Maßnahmen eine hohe Wirksamkeit. Fast jeder fünfte hält sie dagegen für wenig wirksam. Diese Werte überzeugen nicht, auch wenn deutsche Entscheider die Maßnahmen insgesamt als effektiver bewerten als ihre ebenfalls befragten Kolleginnen und Kollegen in Frankreich und Österreich. Peter F. Schmid, CEO von Visable, sagt hierzu: „Auch wenn die KMU in Deutschland mit der Wirksamkeit der Hilfsmaßnahmen etwas zufriedener sind als die in Frankreich und Österreich: Mit diesen Ergebnissen kann man nicht zufrieden sein. Die staatlichen Anstrengungen dürfen die Unternehmen nicht nur knapp über Wasser halten, sondern sollten sie befähigen wieder Wettbewerbsfähigkeit zu erlangen.“

Besonders an kleinen Unternehmen geht der Kelch vorbei

Besonders enttäuscht zeigen sich kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitenden. Nur verschwindend geringe drei Prozent von ihnen sagen, die staatlichen Maßnahmen seien wirksam. 21 Prozent beklagen eine geringe Wirksamkeit, ganze 30 Prozent erhielten erst gar keine Hilfsmaßnahmen. Unterm Strich ist somit die Hälfte der Unternehmen dieser Größe mehr oder weniger ohne substantielle Unterstützung. Effektiver erweisen sich die Maßnahmen bei mittleren (bis 250 MA) und größeren (mehr als 250 MA) Unternehmen. Diese konnten bedeutend häufiger Hilfe in Anspruch nehmen und bewerten die Wirksamkeit auch deutlich öfter als hoch.

Vielfältige Kritik an den Hilfsmaßnahmen, ein Punkt fällt dramatisch auf
Die inhaltliche Kritik an den staatlichen Hilfsmaßnahmen ist breit gefächert. Sieben der acht kritischen Aussagen in der Umfrage erhalten Zustimmungswerte von 10 Prozent oder mehr. Nur 10 Prozent finden die Maßnahmen gut und ausgewogen. Am häufigsten kritisiert wird eine mangelnde Zielgenauigkeit (24 Prozent). Die Inanspruchnahme zu kompliziert finden insgesamt 21 Prozent der Befragten. Besonders kleine Unternehmen leiden unter den bürokratischen Hürden (29 Prozent Zustimmung), was auch erklärt, warum so viele von ihnen (zumindest bisher) keine Hilfsmaßnahmen erhalten haben.

Noch etwas fällt auf: Insbesondere in Österreich scheint der Zugang zu den staatlichen Maßnahmen sehr niederschwellig zu sein. Trotz der im Vergleich zu Deutschland und Frankreich als am unwirksamsten bewerteten Hilfsmaßnahmen stimmen gerade einmal sieben Prozent der österreichischen Befragten der Aussage zu, ihre Inanspruchnahme sei zu kompliziert. Auch in Frankreich findet die Aussage mit nur 15 Prozent deutlich weniger Zustimmung als in Deutschland.

„Das ist ein wertvolles und konstruktives Feedback aus dem Mittelstand, an welchen Stellschrauben politisch nachzujustieren ist: deutschen KMU steht immer wieder die Bürokratie im Weg“, bilanziert Schmid. „Uns von Visable ist es ein zentrales Anliegen, den kleinen und mittleren Unternehmen als Partner zur Seite zu stehen und sie bei der Formulierung ihrer Bedürfnisse und Forderungen zu unterstützen.“
 

Peter F. Schmid, CEO von Visable

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Das Unternehmen Visable entstand als Antwort auf die Herausforderungen der Internationalisierung und Digitalisierung im B2B-Bereich und beschäftigt heute an seinen Standorten Hamburg, Berlin, Münster und Paris rund 450 Mitarbeiter. Als gemeinsames Dach für die Marken wlw und europages baut Visable seine B2B-Plattformen und Online-Marketing-Services kontinuierlich aus.

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