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ESG-Strategie: Gut fürs B2B-Business

Faires Handeln ist in der B2B-Branche zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden. Deshalb brauchen Unternehmen eine durchdachte ESG-Strategie für eigene soziale, ethische und ökologische Aktivitäten. Das erwarten von ihnen nicht nur die direkten Geschäftspartner, sondern auch viele Investoren.

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Was bedeutet ESG?

Die Abkürzung ESG steht für Environmental, Social und Governance. Gemeint ist damit der verantwortungsvolle Einsatz, den Betriebe hinsichtlich von Umwelt, Sozialem und der Unternehmensführung leisten. Das geschieht am besten auf Grundlage einer ESG-Strategie, mit der sich die einzelnen Maßnahmen aufeinander abstimmen lassen.

 Unter den Begriff ESG fällt grob gesagt das gesamte gesellschaftliche Engagement eines Unternehmens. Er umfasst beispielsweise:

  • Spendenaktionen
  • Reduzierung in der Produktion von Energie- und Wasserverbrauch sowie von CO2-Emissionen
  • Aktivitäten zugunsten von Inklusion und Diversität
  • Fördern kultureller Angebote
  • Unterstützung von Standorten (Städte, Gemeinden u. ä.) und ansässigen Institutionen
  • Eintreten für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

 Zu einer umfassenden ESG-Strategie gehört letztlich auch eine gute Nachhaltigkeitskommunikation, die entsprechende Maßnahmen und Erfolge an die Zielgruppen vermittelt.

 ESG ist übrigens eng verwandt mit dem Begriff CSR. Dieser steht für Corporate Social Responsibility und damit für die soziale Verantwortung eines Unternehmens. Deshalb ist CSR Bestandteil einer umfassenderen ESG-Strategie.

Studie: ESG weltweit wichtig

Das Interesse von B2B-Partnern an einer ESG-Strategie ihrer Lieferanten hat vor allem zwei Gründe. Zum einen legen immer mehr Endverbraucher Wert auf faire Produkte, weshalb viele Unternehmen eine nachhaltige Supply-Chain aufbauen. Zum anderen sind es die Einkäufer selbst, denen das Thema aus ihrer persönlichen Einstellung heraus am Herzen liegt.

Dieser Trend lässt sich auch bei vielen Geldgebern feststellen, wie die Studie „Natixis Global Survey 2021” bestätigt. Dafür ließ die Agentur Natixis Investment Managers 8.550 private Anleger aus 24 Ländern zwischen März und April 2021 von CoreData Research interviewen. Demnach meinen 77 Prozent der Befragten, dass es ihre Aufgabe sei, Unternehmen auf deren Verantwortung für Gesellschaft, Klimawandel und Ungleichheit hinzuweisen. Und 82 Prozent sehen die Unternehmen in der Pflicht, sich mit ökologischen Fragen zu befassen.

Eine ähnliche Entwicklung erkennen auch die Autoren der Studie „The Corporate ESG Guide: A 360 View on the Current Landscape and Trends”. Nach ihrer Ansicht brauchen Betriebe eine gute ESG-Strategie, um langfristig überleben zu können. Der Grund: Wegen der großen gesellschaftlichen Relevanz bezögen Rating-Agenturen mittlerweile Kriterien für faires Handeln in ihre Urteile ein. Das habe direkte Auswirkung auf institutionelle Investoren. So mache ein schlechtes Rating von ESG-Faktoren Kredite von Banken teurer.

ESG-Strategie: So kann sie aussehen

Die gestiegenen Ansprüche hinsichtlich von sozialen, ethischen und ökologischen Maßnahmen setzen Unternehmen unter Druck. Darauf reagieren sie am besten mit einer durchdachten ESG-Strategie. Ideal ist ein ganzheitliches Konzept, das sämtliche Aktivitäten steuert und miteinander verbindet. Aber auch einzelne Vorhaben sind bereits ein Schritt in die richtige Richtung.

So kann ein Fahrplan zur ESG-Strategie aussehen:

  • Das Management macht eine Bestandsaufnahme der eigenen Möglichkeiten, um einen Ausgangspunkt für das weitere Vorgehen zu haben.
  • Anschließend ist zu analysieren, an welchen Stellen sich ESG-Maßnahmen sinnvoll, effektiv und realistisch verwirklichen lassen. Je größer die erwartete Wirkung – auch hinsichtlich der Außenwahrnehmung –, desto besser.
  • Die gefundenen Ansätze sollten nach Priorität und erforderlichem Aufwand gewichtet werden. Welche besitzen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den geschäftlichen und den fairen Zielen? Es ist ratsam, sich anfangs auf einfach machbare Projekte zu fokussieren, um später aus deren Umsetzung zu lernen.
  • Für die einzelnen Themen müssen konkrete Maßnahmen sowie erreichbare Vorgaben festgelegt werden. Dazu gehört jeweils auch eine gewisse Frist, innerhalb derer das jeweilige Projekt abgeschlossen sein soll.
  • Sobald die ESG-Strategie ausgeführt wird, muss ihr Erfolg überprüft werden. Hierzu werden Verantwortlichkeiten, Kontrollabstände und messbare Parameter bestimmt.

Übrigens: Gute Ideen können sogar neue Einnahmequellen erschließen. So lässt sich gegebenenfalls Produktionsabfall beziehungsweise Ausschuss kostengünstig wiederverwerten oder als Rohstoff an andere Unternehmen verkaufen.


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