Frauen in der IT: Laura, Interaction Designerin

Heute beginnen wir, Euch unsere Frauen aus der IT vorzustellen. Los geht‘s mit Laura: Als Interaction Designerin ist sie einer der kreativen Köpfe in unserer IT-Community. Sie bringt ihre Leidenschaft für Mode und Design unter einen Hut mit dem Interesse an durchdachter Software-Entwicklung. Wie genau das aussieht? Was man dafür braucht? Und was das alles mit der Rolle von Frauen in der IT zu tun hat? Hier erfahrt ihr es.

Die IT-Branche ist schon längst kein Ort mehr, an dem sich nur technikverliebte Nerds wohl fühlen: „In dem Bereich, in dem ich arbeite, kommen die Kolleginnen und Kollegen entweder aus dem IT-Bereich oder aus der visuellen Ecke“, erzählt Laura. „Bei mir war es definitiv Letzteres!“

Ihr Abitur hat die Bremerin mit einem Schwerpunkt auf Gestaltung und Zeichnen absolviert. „Und nach einem Schulpraktikum bei einem Grafikdesigner in Hamburg war für mich klar: Ich werde Grafikdesignerin in Hamburg!“ Sie stürzte sich also ins Kommunikationsdesign-Studium – allerdings mit dem Schwerpunkt Print. „Ich orientierte mich einerseits Richtung Werbung und Verpackungsdesign, andererseits interessierte ich mich für Mode.“ Nach ihrem Studium fing sie an, in einem Onlineshop für Mode zu arbeiten. Einmal in der digitalen Welt angekommen, führte sie ihre nächste Stelle in ein Start-up für Soft- und Hardware. Mittlerweile ist sie bei „Wer liefert was“.

„So bin ich in die IT gekommen. Nach der Uni ist das so nicht geplant gewesen. Aber ich bin sehr froh, dass es so gekommen ist! Das Arbeitsklima ist nicht so stressig wie in der Mode-Branche und ich liebe das konzeptionelle Denken, das mein Job erfordert.“ Als Interaction Designerin liegt ihr das Nutzererlebnis auf der Website von „Wer liefert was“ am Herzen: Sind Funktionen schnell und intuitiv erfassbar? Macht es Spaß, sich von Seite zu Seite zu klicken? Ist der Aufbau logisch oder kommt man nur mit Mühe ans Ziel? Solche Fragen sind heutzutage wichtige Größen in der Webentwicklung: „Ohne User Experience geht nichts mehr“, weiß Laura.

Ihr aktuelles Projekt: Die Startseite der Homepage wird neu aufgesetzt. Und wie geht man da als Interaction Designerin vor? Laura erklärt: „Als Erstes gehen wir in die Konzeptionsphase, wo wir uns zum Beispiel fragen: Wie soll sich die Seite aufbauen, wie findet man sich zurecht? Welche Buttons und andere Schaltflächen brauchen wir? Wenn diese Dinge geklärt sind, wenden wir uns den visuellen Fragen zu: Wie können wir das Design den Funktionen anpassen? Wie können wir dem User durch das Design vermitteln, wo sich welche Funktionen befinden?“ Dabei entsteht ein komplexes Wechselspiel zwischen Konzept-Konstruktion und Design-Erarbeitung.

So ein Job verlangt viele Qualitäten, vor allem aber Kreativität, Argumentationsstärke und ein Gespür für Trends – das durch ausgedehntes Surfen auf verschiedenen Online-Plattformen entwickelt und verfeinert werden kann. Laura ist zum Beispiel viel auf Onlineshops unterwegs – eine Art der Recherche, die wahrscheinlich die eine oder andere Frau  auch gern beruflich anwenden würde. „Aber ich glaube, viele Frauen haben den Anspruch, dass das beworbene Produkt auch zu ihnen passt. Können sie sich damit persönlich nicht identifizieren, schrecken sie vor dem Job zurück. So überlassen sie das Feld den Männern.“

Aber Laura ist optimistisch: „Das Ganze ist natürlich eine langfristige Entwicklung. Vor einigen Jahren war es doch noch gar nicht in den Köpfen der Leute drin, dass es Frauen in der Branche gibt. Das ändert sich aber langsam.“ Und damit diese Entwicklung weiter geht, hält sie es für wichtig, dass es Personen gibt, die den Frauen in der IT eine Stimme geben – zum Beispiel in Interviews wie diesem.

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