PresseMitteilung
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Visable-Umfrage: Corona-Krise beschleunigt Digitalisierung

Hamburg, 10. August 2020 - Die Corona-Krise bedeutet für eine Vielzahl an mittelständischen Unternehmen in der DACH-Region erhebliche wirtschaftliche Einschnitte. Auch der Arbeitsalltag ist in vielen Betrieben ein völlig anderer geworden. Visable, der Anbieter der führenden B2B-Plattformen EUROPAGES und „Wer liefert was“ (wlw), hat gemeinsam mit YouGov im Juli 2020 eine deutschlandweite Umfrage[1] unter 541 Führungskräften durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Bewährte Unternehmensstrategien werden durch COVID-19 grundsätzlich infrage gestellt. Jeder vierte Betrieb verzeichnet nach wie vor erhebliche Umsatzeinbußen. Die Digitalisierung schreitet in fast jedem zweiten Unternehmen schneller voran. Besonders im Bereich Marketing stehen deshalb Veränderungen bevor. Messen werden grundsätzlich infrage gestellt. Das zur Verfügung stehende Budget wird zukünftig vermehrt für Online-Marketing-Maßnahmen eingesetzt.

Corona ist DER Beschleuniger der Digitalisierung. Was einem Großteil der deutschen Arbeitnehmer in den letzten Wochen im Kleinen sicher schon auffiel, bestätigt nun die Umfrage von Visable. Fast die Hälfte aller Befragten (44 Prozent) gab an, dass die Krise die Digitalisierung in ihren Unternehmen voranschreiten lässt. Bei 21 Prozent davon sogar deutlich. Video-Telefonie gehört bei 49 Prozent der Befragten mittlerweile zum Arbeitsalltag. Mehr als jeder vierte (27 Prozent) nutzt jetzt in seinem Unternehmen Cloud-Systeme. Sogar eigene Online-Formate wie Webinare wurden von 17 Prozent nach Ausbruch der Pandemie kurzfristig ins Leben gerufen. Für Peter F. Schmid, CEO von Visable, ist das eine unumkehrbare Entwicklung: „Ohne den zeitnahen, gezielten Einsatz von digitalen Tools müssten eine Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa um ihre Existenz fürchten. Zugespitzt bedeutet das: Nur wer digitalisiert, überlebt diese Krise.“

Marketing-Planung ohne Messen
Weniger Budget, weniger Messen, mehr online – so lassen sich die Umfrageergebnisse zu den geplanten Entwicklungen im Bereich Marketing zusammenfassen. Jedes fünfte Unternehmen 
(20 Prozent) plant für das kommende Jahr mit weniger Marketingbudget als in 2020, um entstandene Umsatzeinbußen der Krise auszugleichen. Profitieren soll in erster Linie das Online-Marketing. 43 Prozent der befragten Entscheiderinnen und Entscheider wollen im kommenden Jahr vermehrt auf Online-Marketing-Maßnahmen setzen. Besonders hart trifft es die Messebranche: Mehr als ein Drittel (37 Prozent) derjenigen, die bisher auf Messen vertreten waren, planen im kommenden Jahr keine Messeauftritte oder -besuche mehr. Nur 10 Prozent sehen einen Messeauftritt generell noch als wichtiges Vertriebstool. Peter F. Schmid sieht sich durch die Ergebnisse bestätigt: „Meine Prognose: Jede vierte Messe wird es nach der Krise so nicht mehr geben. Schon vor dem Einsetzen der Corona-Krise gab es die Diskussion um die Zweckmäßigkeit von vielen Messen weltweit. In Zeiten der Digitalisierung ist es weder zeitgemäß noch ökologisch und ökonomisch sinnvoll, komplexe Güter wie Maschinen um die halbe Welt zu transportieren, um sie für eine oder zwei Wochen auf einer Leitmesse auszustellen. Auch der enorme Reiseaufwand von Ausstellern und Besuchern sowie der Einsatz von finanziellen sowie ökologischen Ressourcen steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.“ Eine neue Option könnten virtuelle Messen werden: 
22 Prozent der Befragten wollen die Option künftig für ihr Unternehmen nutzen.

Neue Sourcing-Strategie: Fokus auf Deutschland und Europa
Mit dem COVID-19-bedingten Shutdown wurden viele Unternehmen dazu gezwungen, ihre Einkaufsstrategie (engl. Sourcing) deutlich zu verändern. Die einst bewährten Lieferketten brechen kurzfristig weg und Engpässe müssen aktuell mit neuen Partnern überwunden werden. Dadurch rücken bei mehr als einem Fünftel (21 Prozent) der Befragten lokale, nationale und Anbieter aus den umliegenden europäischen Märkten mit kürzeren Lieferwegen wieder stärker in den Fokus. 
12 Prozent vermeiden sogar aktiv die Zusammenarbeit mit Lieferanten aus den USA oder Asien. „In Krisenzeiten zählen andere Kriterien als der niedrigste Preis. Kurze und vor allem verlässliche Lieferwege, zollfreier Warenverkehr in der EU sowie eine einheitliche Währung sind plötzlich wichtiger“, erklärt Peter F. Schmid.

Große Unterschiede innerhalb der DACH-Region
Österreich und die Schweiz scheinen deutlich mehr von der Corona-Krise beeinflusst zu werden als Deutschland. Während in Deutschland nur jeder vierte Befragte (25 Prozent) von deutlichen Umsatzeinbußen berichtet, sind in den beiden Nachbarländern ein Drittel (je 33 Prozent) der Unternehmen betroffen. Aber auch in Österreich und der Schweiz trägt die Corona-Krise maßgeblich zu einer Beschleunigung der Digitalisierung in den Unternehmen bei. Dieser Aussage stimmten in Deutschland 44 Prozent der Befragten zu. In Österreich und Schweiz sind sogar mehr als die Hälfte (54 Prozent) dieser Meinung. Bewerteten 44 Prozent der Befragten die Arbeitsweise im Unternehmen mit einem „Alles wie immer“, können dieser Aussage in Österreich nur 25 Prozent, in der Schweiz sogar nur 22 Prozent zustimmen.
 

Infografik „Veränderungen deutscher Mittelstand“
Infografik „Unterschiede DACH“
Hier können Sie ein Bild von Visable CEO Peter F. Schmid herunterladen.
Ein PDF der Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.  


[1]Zwischen dem 17. und 27.7.2020 wurden von YouGov im Auftrag von Visable 541 Entscheider in mittelständischen Unternehmen aus Deutschland zu unterschiedlichen Auswirkungen durch die Corona-Krise befragt. Die Befragung wurde auch in Österreich und der Schweiz durchgeführt, hier betrug die Fallzahl jeweils 150.

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